Vampire Isarauen 

Vampire the Masquerade  entlang der Isar

Die Geschichte der Isarauen

 

Prolog eines Fremden

München
Eine Stadt mit großem Prestige, mannigfaltiger Kultur und einer langen Geschichte.
Eine Domäne voller Größe, Macht und Tatkraft.
Eine Stadt, geprägt und durchdrungen von den Grundsätzen der Camarilla und geführt von stolzen mächtigen Fürsten war München schon immer ein Bollwerk gegen alle schädlichen Angriffe von Außen.


Und dann.... dann zerbrach sie.
Wann genau es begonnen hat kann niemand so genau sagen.
Aber Gerüchte lassen vermuten, dass hauchfeine Risse schon seit Jahrzehnten vorhanden waren.
Scheinbar erzeugt durch den Wahn, den Schmerz oder auch einfach nur die Anwesenheit der Kreaturen der Nacht.
Manche sagen allerdings, dass es passiert ist als die Malkavianerahnen „Malfeis“ und „Elisa von Spiegelberg“ aufeinander trafen.
Über das Warum? Kann man nur spekulieren, aber die Auswirkung ihres geistigen Kampfes in dieser Nacht waren verehrend.
Die Zeit verschob sich, der Abend wiederholte sich immer wieder neu.
Leute starben, Emotionen kochten hoch.
Und als ob das nicht reichen würde, geschahen dann auch noch Dinge die niemand verstand.


Der Spiegel zerbrach“ berichten die Malkavianer, sobald man sie fragt.
Was genau das bedeutet wissen wohl nur sie allein.
Doch was wir wissen: Die Stadt ist nicht mehr betretbar. Nicht weil sie brennt, nicht weil sie zerstört ist. Sondern weil unser Tier es nicht will!
Es wehrt sich: Nein es weigert sich partout hinein zu gehen. „GEFAHR!“ schreit es aus Leibeskräften. Und nach allem was man hört zu Recht
Viele die sich für besonders mutig gehalten haben, schafften es aus München nicht wieder heraus. Andere, die es, wie auch immer, doch heraus geschafft haben sprechen von den konfusesten Szenerien.
Jede Geschichte ist ein wenig anders.
Jeder vormalige Bewohner scheint eine ganz eigene Version der Geschehnisse nach diesem verehrenden Abend zu haben.
Leute stehen sich gegenüber, bei denen jeder geglaubt hatte, dass der Andere schon lange tot ist. Andere veränderten sich, weg von edelmütigen Personen hin zu den übelsten Missetätern.
Und hinter all diesen Begebenheiten, diesen Mysterien hört man ein Flüstern, das die Malkavianer erschauern lässt.


München zerbrach in dieser Nacht und mit ihm ein großer Teil von Bayern.
Doch in den dunkelsten Momenten erwachsen oft ungeahnte Kräfte.


Als auch noch Freising, die letzte Domäne im Umkreis des Schreckens, dem Sabbat anheim fiel und der Toreador- Fürst vernichtet, seine Amtsträger zu Asche zerfielen und seine Bürger abgeschlachtet wurden, fanden die letzten Überlebenden ihre große Hoffnung.
Sie fanden IHN.
100 Jahre hatte er geschlafen und nun war er genau zu dieser Zeit wieder erwacht.
Das war kein Zufall, das war Schicksal!


Der Ahn hörte sich das Leid der Überlebenden an. Er sah das Grauen und das Dunkel.
Dort wo er die heilige Camarilla und ein blühendes Land wähnte herrscht nun nur noch gähnende Leere. Ein Machtvakuum, das gefüllt werden musste bevor weiterhin bösartige Kräfte ihre Fänge hinein schlagen konnten.
Und so rief er sie zu sich.


Die, die dieses Land besiedeln.
Die, die sich ihre Sporen verdienen wollen.
Die, die bereit sind, ihm die Treue zu schwören und die Fahne der Camarilla hoch und gegen jeden Sturm zu halten.
Sie sollen seine Herolde sein, seine Geißeln, seine Ancillae.
Werden die neue Domäne füllen, ihren Platz und ihre Aufgaben darin finden.
„Hiermit sei es verkündet dass ich


Ferdinand
Prinz von Bayern
Gründer des Ferdinantinischen Herrscherhauses
Ahnsherr der Toreador aus der Linie des Sokaris


ab der heutigen Nacht, als Erbe eines sterblichen Vermächtnisses und zum Wohle der heiligen Camarilla , meiner Pflicht nach komme und dieses Land  als meine Domäne beanspruche.


Diese Domäne soll sich von der Quelle bis zur Mündung der Isar erstrecken und alle an der Isar befindlichen Ländereien und Städte umfassen und den Namen Isarauen tragen.
Verzichten werde ich allerdings auf die Stadt München, welche nach alter Sitte der Linie Maximilian zu steht.


Ihr Ahnen und Fürsten, die Ihr dies lest: Euch soll natürlich weiterhin gehören, was euch bereits gehört, so fern ihr es gegen den Feind verteidigen könnt. Mir strebt nicht nach Macht, allein der Schutz unseres geliebten Bayern ist meiner Tat Grund.
Allen anderen fordere ich auf: Kommt! Schließt euch mir an. Beseelt dieses heilige Fleckchen Erde mit dem was ihr bieten könnt und beweist euren Wert für die Heilige Camarilla.


Ich erwarte euch. „
Und sie kamen.


Doch wie sich das Land erneut füllte und begann zu florieren, so begannen auch all jene Schrecken ihren Weg zu finden, die mit den Untoten einher gehen.


Die dunklen Kreaturen, die Mörder, die Verräter. Die Gefahren und Schrecken.


Wie ein Damoklesschwert hängen die dunklen Wolken der Welt der Dunkelheit über der jungen Domäne.


Alte, mächtige Finger strecken sich nach den Fäden der Domäne um mit ihr zu spielen. Längst vergessene Ahnen drehen sich unruhig in ihren Schlafstätten und versetzen die Domäne in Unruhe. Die Malkavianer flüstern den Namen ihres Alten der noch immer in den Spiegelscherben sein Unwesen treibt.


Nur eine einige Gesellschaft, ein wahres Bollwerk wird all den Gefahren widerstehen können, die in der Nacht lauern.


Doch: Werden die Kreaturen der Nacht es tatsächlich schaffen ihre Natur hinter sich zu lassen um sich geschlossen dem Feind zu zu wenden? Scheitern sie bereits daran, dem anderen dafür den Rücken zuwenden zu müssen?


Werden sie ihrem Fürsten folgen wenn er zu den Waffen ruft?


All dies werden die nächsten Nächte zeigen.


Und ich werde berichten.


Gezeichnet,
ein Fremder

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